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Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises 2015

Mit dem Sozialpreis 2015 des Werra-Meißner-Kreises wurden folgende Integrationsprojekte ausgezeichnet:

Die Auszeichnung erfolgte durch Landrat Stefan Reuß im Beisein des Staatsekretärs und Bevollmächtigten für Integration und Antidiskriminierung im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration Jo Dreiseitel.

 

 

Gemeinschaftsprojekt „Gemeinsame Obsternte von Flüchtlingen für soziale Einrichtungen“

 


 

Herr Harmuth ist der Stadt Eschwege bereits seit Jahren als engagierter zuverlässiger Bürger in sozialen als auch landschaftspflegerischen Projekten bekannt und hatte nun die Idee, einen Teil des unbehandelten natürlichen und gesunden Obstes auf städtischen Grundstücken in der Feldflur für soziale Einrichtungen zu ernten und dafür die Hilfsbereitschaft von unter uns lebenden Asylbewerbern zu gewinnen. Nach kurzfristiger Anfrage beim Landkreis konnte die für Asylbewerber zuständige Stelle einen Kontakt zu den Wohngruppen-Betreuungen der AWO herstellen, denen es in kürzester Zeit gelang, für die Hilfsaktion der „Gemeinsamen Obsternte von Flüchtlingen für soziale Einrichtungen“ genügend Freiwillige zu finden. Unter Leitung von Herrn Harmuth und mit der logistischen Unterstützung durch die Bundespolizei, des THW, der AWO-Betreuung und der Stadt Eschwege konnte die Obsternte für den guten Zweck bereits am Freitag, dem 18. September 2015 erfolgreich durchgeführt und die Einrichtungen mit insgesamt 38 Kisten Äpfeln kostenfrei beliefert werden.

Hervorzuheben ist, dass die Helfer aus den Reihen der jungen Asylbewerber (11 aus Eritrea und 2 aus Serbien) freiwillig ohne Entgelt bei dieser Obsternte geholfen haben und man ihnen dabei anmerken konnte, dass ihnen das auch Freude gemacht und das Selbstwertgefühl („sich für einen guten Zweck nützlich machen“) gestärkt hat. Auch der dabei zustande gekommene Kontakt zu den einheimischen Beteiligten schien den Asylbewerbern gut getan zu haben. Dass das Wetter (nach Regenfällen nachmittags noch Sonne bis zum späteren erneuten Regen) bei diesem Arbeitseinsatz mitgespielt hat, hat das gemeinsame Naturerlebnis perfekt gemacht. Für die Asylbewerber war dieser Ernte-Ausflug eine willkommene Abwechslung. Während der gemeinsamen Arbeit und in den dazugehörigen Pausen (mit Kuchen und Getränken) kam man sich schnell näher. Von den ansonsten bestehenden Berührungsängsten unter Fremden war in diesem Moment nichts mehr zu spüren. Die Aktion war ein guter Testlauf für ähnliche Projekte, bei denen man sich näher kommen kann. Diese Zusammenarbeit ist beispielgebend. Erfreulich war auch, dass es gelang, dieses Projekt innerhalb von 2,5 Tagen zu organisieren.

Ansprechpartner

Dieter Harmuth
Kasseler Straße 73
37269 Eschwege

 

Projekt „Integrationslotsen im Werra-Meißner-Kreis“

 

Integrationslotsen begleiten inzwischen kreisweit hilfesuchende Zugewanderte, Flüchtlinge und Asylbewerber zu Behörden, Schulen, Kindertagesstätten, Beratungsstellen, Ärzten und Vereinen und geben ihnen dadurch wichtige lebenspraktische Alltagsstützen. Besonders benötigt werden Hilfen bei der Wohnungssuche und bei Mietproblemen, sowie Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache.

Aufgrund ihrer persönlichen Kompetenzen und eigenen Migrationserfahrungen können die Integrationslotsen auch als Vermittler fungieren, wenn vor Ort Verständigungsschwierigkeiten oder Konflikte mit Nachbarschaften, Bildungseinrichtungen oder Institutionen auftreten.
Von den 25 Integrationslotsen des Projektes sind 21 Frauen, die ihre Tätigkeit in verschiedenen Sprachen ausführen.
Aufgrund der Betreuung und Begleitung durch die Integrationslotsen kann eine erhöhte Selbständigkeit bei verschiedenen Familienmitgliedern in vielen Bereichen erreicht werden. Ämter und Institutionen greifen gerne auf die Tätigkeit der Integrationslotsen zurück.

Ansprechpartner

Herr Ramiz Arifi                  
Werkstatt für junge Menschen e.V.       
Niederhoner Straße 6               
37269 Eschwege

 

Flüchtlingsbetreuung in Witzenhausen

 

Seit Beginn der Tätigkeit von Herrn Linde als Flüchtlingsbetreuer der GU Witzenhausen vor rund sieben Monaten, ist das Ehepaar Oesterheld in herausragender Weise ehrenamtlich aktiv und dies in vielen Bereichen. Mit ihrer Hilfsbereitschaft und Liebe den geflüchteten Menschen gegenüber sind sie ein Vorbild für all diejenigen, welche sich ebenfalls rund um die Flüchtlinge engagieren und Witzenhausen zu einem Ort machen, wo die „Willkommenskultur“ für jeden zu spüren ist.
Frau und Herr Oesterheld organisieren unter anderem die Spielkreise für Kinder, Tagesausflüge, viele Formen der Freizeitgestaltung und Spenden. Sie waren maßgebend bei der Organisation zur Ausstattung eines Unterrichtsraumes beteiligt. Sie haben die Schulen angeschrieben, die Tische und Stühle besorgt und weitere nötige Ausrüstungsgegenstände, welche für einen Seminarraum unverzichtbar sind. Zudem steht Herr Oesterheld immer als Fahrer mit seinem Pritschenwagen zur Verfügung, wenn es darum geht gespendete Möbel und ähnliches in die GU zu transportieren.
Sie haben ebenfalls die Teilnahme der Flüchtlinge am hiesigen Kirmesumzug vorbereitet, welcher für die teilnehmenden Flüchtlinge einer der schönsten Tage in Witzenhausen war. Jeder Flüchtling, aber auch andere Personen, können sich jederzeit an das Ehepaar Oesterheld wenden, wenn Hilfe benötigt wird.

Ansprechpartner

Herr und Frau Oesterheld
Kasseler Landstraße 22
37213 Witzenhausen

 

Flüchtlingsbetreung in Sontra

 

Herr Fritz Kurz ist seit 2001 bis heute Stadtrat der Stadt Sontra und übt das Amt des Ortsgerichtsvorstehers des Ortsgerichtes Sontra I seit dem 26.06.2003 bis heute aus. Er ist Betreuer von insgesamt 17 Personen und engagiert sich in diesem Zusammenhang insbesondere im AWO-Seniorenheim Sontra (Besuche, Gespräche, etc.). Seit Juli 2008 ist Herr Kurz 2. Vorsitzender des Vereins Bürgerhilfe Sontraer Land e. V. Er ist dort Koordinator und 1. Ansprechpartner für den „Warenkorb“ (Essensausgabe, etc.). Als Rentner stellt er lt. Aussage von Frau Persch (1. Vorsitzende) fast seine ganze Freizeit zur Verfügung. Sein unglaubliches soziales Engagement ist neben seiner Bescheidenheit hierbei besonders hervorzuheben. Frau Persch beschreibt Herrn Kurz mit den Worten: „Er ist ein sehr notwendiges Teil in der Vereinsgeschichte, die nicht wegzudenken ist!“
Seit der Unterbringung von Flüchtlingen fungiert Herr Kurz u. a. auch als erster Ansprechpartner und Koordinator zwischen der Stadt und der Bürgerhilfe und dies manchmal im wahrsten Sinne des Wortes rund um die Uhr.
Ausgezeichnet hat sich Herr Kurz u. a. in diesem Jahr auch damit, dass er der Familie Sobek in Heyerode, deren Wohnhaus durch einen Brand erheblich beschädigt und die gesamte Kleidung zerstört wurde, über die Bürgerhilfe unverzüglich geholfen hat. Gerade für die junge Familie mit den 3 Kindern war die Bürgerhilfe in Person des Herrn Kurz die erste Anlaufstation, um Kleidung und Hilfe zu erhalten. Dies gebührt allergrößtem Respekt. Herr Kurz scheint das Wort „Nein“ in seinem Wortschatz offensichtlich nicht zu kennen, insbesondere wenn es um die Hilfe und die Unterstützung Bedürftiger geht. Er steht Jedermann auch außerhalb seiner vielen Ehrenämter mit Rat und Tat zur Verfügung und seine ruhige und sachliche Art und Weise sind ein Garant für seine überaus effektive und nachhaltige Arbeit für das Gemeinwohl der Stadt.

Ansprechpartner

Fritz Kurz
Freiherr-vom-Stein-Straße 18
36205 Sontra

 

Flüchtlingsbetreuung in Hessisch Lichtenau

 

 

In Hessisch Lichtenau ist im September 2015 eine Außenstelle des Erstaufnahmelagers für Flüchtlinge in Gießen eröffnet worden. Bereits seit April 2015 werden der Stadt Hessisch Lichtenau schon Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünfte zugewiesen. Die Aufnahme dieser hilfesuchenden Personen erfordert ein sehr großes Engagement ehrenamtlicher Personen. Besonders sind hierbei die beiden Damen Gerda Brückmann und Walburga Spindler sowie Herr Markus Bechtel zu erwähnen.

Frau Brückmann ist seit vielen Jahren ehrenamtlich in der „Arche e.V.“ in Hessisch Lichtenau tätig. Die Arche kümmert sich um sozial benachteiligte Menschen und bietet Unterstützung in allen Lebenslagen. Mit der Ankunft der Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft in Hessisch Lichtenau hat Frau Brückmann durch ihr außerordentliches Engagement und ihrer Menschlichkeit in erheblichem Maße dazu beitragen, dass diese Menschen mit Beginn ihrer Anreise hier betreut worden sind. Sie hat eine Verpflegung organisiert, sie kümmert sich um die täglichen Probleme und sucht nach unkonventionellen Lösungen, sie organisiert Behördengänge, kümmert sich um die Integration durch Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse, noch bevor die Flüchtlinge überhaupt staatlicherseits Deutschkurse belegen können. Damit trägt Frau Brückmann in außerordentlicher Weise zur Integration und zum menschlichen Umgang mit den hilfesuchenden Personen bei.
Frau Spindler hat das Problem erkannt und gehandelt:
Die neuankommenden Flüchtlinge in der Außenstelle der EA Gießen müssen zuerst mit Kleidung und Decken versorgt werden. Also hat sich Frau Spindler unverzüglich um die Errichtung einer entsprechenden Kleiderkammer gekümmert. Ihrem beherzten Auftreten, ihrem Organisationsgeschick und ihrer tief verwurzelten Hilfsbereitschaft ist es zu verdanken, dass in den Räumen des DRK in Hessisch Lichtenau eine Kleiderkammer entstanden ist, die Ihres gleichen sucht. Frau Spindler hat viele Helfer/innen rekrutieren können, organisiert die Annahme und Einteilung von Kleidern für die Flüchtlinge, sie leistet diese Arbeit den ganzen Tag über und dies schon über Wochen bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Aber nichts kann Frau Spindler dazu bringen, diese Arbeit zu vernachlässigen oder in ihren Anstrengungen nachzulassen. Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen den Flüchtlingen und der Bürgerschaft von Hessisch Lichtenau geworden.
Herr Bechtel hat ohne zu zögern zugestimmt, die humanitäre Leitung der EA in Hessisch Lichtenau zu übernehmen, als sie dem DRK vom Regierungspräsidium angetragen worden ist. Herr Bechtel engagiert sich in ehrenamtlicher Weise sehr, auch in Vorstandspositionen, beim DRK. Herr Bechtel ist aufgrund seiner Verankerung im christlichen Glauben sehr vom Gedanken der Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft geprägt. Als Verantwortlicher des DRK in der EA in Hessisch Lichtenau ist er sowohl bei den Kollegen des Regierungspräsidiums, als auch bei den Flüchtlingen eine sehr geschätzte Persönlichkeit. Herr Bechtel hat für alle ein offenes Ohr und leistet Hilfe und gibt Unterstützung, weit über das hinaus, was zu erwarten wäre. Er zeichnet sich in hohem Maße durch Fachkompetenz, aber auch durch Menschlichkeit aus. Dank der Unterstützung seiner Ehefrau ist er sehr oft bis zu 16 Stunden am Tag im Einsatz. Zunächst werden unter seiner Leitung rd. 500 Flüchtlinge, in naher Zukunft bis zu 1.000 Flüchtlinge betreut. Auch hier hat Herr Bechtel sofort mitgeteilt, dass er seine ehrenamtliche Arbeit auf jeden Fall fortführen will.

Ansprechpartner

Gerda Brückmann                   Walburga Spindler                   Markus Bechtel
Hanröder Straße 26                Schulstraße 26                        Biegenstraße 25
37235 Hessisch Lichtenau        37235 Hessisch Lichtenau        37235 Hessisch Lichtenau

 

Projekt „Kindergärtchen – Insektenwiese - Insektenhotel in Niddawitzhausen“

Mit Hilfe der Kreisstadt Eschwege wurde ein Grundstück in Niddawitzhausen zur Verfügung gestellt, um dort die Idee eines Gemeinschaftsgartens umzusetzen. 2014 wurden dort ein Kindergärtchen und eine Insektenwiese angelegt. Beteiligt an dem Projekt sind ca. 12 Kinder mit ihren Eltern und 2 Kinder von Flüchtlingsfamilien. Die Kinder legen gemeinsam mit den Eltern ihre kleinen Beete an, die sie frei gestalten können. Bei dem Gartenfest im Juni 2015 waren mindestens 12 Menschen aus der GU in Niddawitzhausen mit dabei. Die Asylbewerber kommen derzeit überwiegend aus dem Kosovo, Serbien und Syrien.
Erste Kontakte zu den Asylsuchenden wurden durch Herrn Pfarrer Aschenbrenner, Ev. Kirchengemeinde und Herrn Walter Hoefel, dem Ortsvorsteher, geknüpft. Durch diese ersten lockeren Kontakte im Gärtchen können in Niddawitzhausen weitere ehrenamtliche Projekte gemeinsam mit den Niddawitzhäusern und den Asylbewerbern gestartet werden, z.B. der Frühjahrs- und Herbstputz um die Kirche herum, der Bau eines Insektenhotels usw. Die Verständigungsprobleme werden mit Händen und Füßen und ein bisschen Englisch gelöst. Zur Mitgestaltung in der Kindergruppe, aber auch zu den anderen Aktivitäten werden die Asylbewerber persönlich angesprochen und eingeladen.
Auch zum diesjährigen Freiwilligentag wurden die Asylbewerber eingeladen, und es wurde ein Insektenhotel im Gärtchen gebaut. Anschließend fand eine gemeinsame Vesper statt.
Diese Begegnungen zwischen den Familien im Ort sind ein Garant für eine gelungene Integration.

Ansprechpartner

Hans Sterzinger
Schulrain 4
37269 Eschwege

 

Projekt Kontaktkreis „Brückenbauen“

 

Im November 2013 hat das Ehepaar Berger in den Räumen des Gemeindehauses bei der Marktkirche in Eschwege einen Kontaktkreis „Brückenbauen“ für Flüchtlinge und Einheimische ins Leben gerufen.
Dort treffen sich regelmäßig dienstags von 18.00 bis 20.00 Uhr Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsländern, um sich zu unterhalten, Kontakte zu knüpfen, deutsche Lebensweisen kennenzulernen und Unterstützung bei konkreten Anliegen zu suchen. Frau Berger sorgt für das leibliche Wohl. An jedem Abend ist der Tisch gedeckt, es gibt eine kleine Mahlzeit, Getränke und Süßigkeiten.
Durch die Kontaktbörse konnten Patenschaften vermittelt und Lehrkräfte für Sprachkurse gewonnen werden. Es gibt musikalische Darbietungen, Informationsabende zu besonderen Fragen oder Ereignissen und immer wieder praktische Alltagshilfen. Die Kontaktbörse hat sich zu einem festen Treffpunkt entwickelt.
Darüber hinaus engagiert sich das Ehepaar Berger in hohem Maße für einzelne Flüchtlinge, berät, begleitet sie zu Ämtern, unterstützt sie bei Anträgen und Schriftverkehr.
Herr Berger erteilt außerdem Sprachunterricht und ist im Kontakt mit zahlreichen anderen Ehrenamtlichen.

Ansprechpartner

Herr Dr. Michael und Frau Clare Berger
Am Schindeleich 46
37269 Eschwege

 

Flüchtlingsbetreuung in Eltmannshausen

 

 

Herr Rost ist seit der Eröffnung der Gemeinschaftsunterkunft in Eltmannshausen engagiert und ist eine große Unterstützung für die Bewohner der Unterkunft, sowie für die Mitarbeiter der AWO. Herr Rost schaut jeden Tag bei der Unterkunft vorbei, organisiert Kleiderspenden für Babys und Erwachsene, Möbelspenden, Lebensmittel für die Flüchtlinge, Freizeitaktivitäten, koordiniert die ehrenamtliche Hilfe und Räumlichkeiten für Sprachkurse und Veranstaltungen. Mit seiner fröhlichen, offenen Art erleichtert er den Kontakt zwischen Bewohnern und Einwohnern in Eltmannshausen und ist eine große Hilfe bei der Integration der Flüchtlinge im Dorf. Auch bei Notfällen ist Herr Rost stets zur Hilfe. Im Bereich Integration durch Sport ist Herr Rost ein Vorreiter im Werra-Meissner Kreis. Um eine schnelle Integration der jungen Männer aus der Unterkunft zu erreichen, organisiert Herr Rost schon lange den einwöchigen Besuch der Sporthalle in Eltmannshausen zum Fußball spielen. Herr Rost ist ein sehr netter, freundlicher und herzlicher Mann, für den die Probleme und Bedürfnisse der Bewohner wie seine eigenen sind. Sein Engagement als Ortsvorsteher in der Flüchtlingsarbeit ist unserer Meinung nach einzigartig.

Ansprechpartner

Georg Rost
Wohrastraße 9
37269 Eschwege

 

 

Koordinierungsstelle für die Flüchtlingshilfe in Witzenhausen

 

 

Herr Braun und Herr Yildiz haben in kurzer Zeit – ehrenamtlich - in Kooperation mit dem Lokalen Bündnis für Familie Witzenhausen eine funktionierende Kontaktstelle aufgebaut, die Ansprechpartner und Vermittler für freiwillig Engagierte in der Flüchtlingsarbeit ist.
Es werden zweimal wöchentlich Sprechstunden im Rathaus angeboten, Sammelaktionen und Kleiderspenden organisiert und Kontakte zwischen Einheimischen und Zugewanderten hergestellt. Darüber hinaus organisiert die Koordinierungsstelle niedrigschwellige Unterstützungs- und Integrationsmaßnahmen, wie z. B. Deutschkurse, die täglich abends stattfinden, darunter richtet sich einer an Mütter mit ihren Kindern und einer wird speziell für Flüchtlinge mit multiplen Problemen angeboten. Betreut werden die Deutschkurse von 30 Lehrenden, denen je eine Gruppe von 8 - 10 Lernenden gegenüber steht.
In diesem Bereich, in dem die Kommunen höchsten und vielfältigen Anforderungen gerecht werden müssen, lag es für die Stadt Witzenhausen nahe, eine solche Kontakt- und Vermittlungsstelle einzurichten und bestmöglich zu unterstützen.
Herr Braun und Herr Yildiz zeichnen sich durch sehr hohes ehrenamtliches Engagement aus. Zur Verbesserung der schwierigen Situation der Flüchtlinge beizutragen ist ihnen eine „Herzensangelegenheit“. Durch persönliche Erfahrungen und Kenntnisse sind ihnen die Problemstellungen bewusst. Sie bringen die notwendige Geduld, Ausdauer und Fach- sowie Sachkenntnis ein. Ihre Bereitschaft zur Abstimmung, zur Teamarbeit trägt zu einer überaus angenehmen Zusammenarbeit im Lokalen Bündnis bei.

Ansprechpartner

Herr Kolja Braun               Herr Abdul Yildiz
Hansteinstraße 12            Am Burgberg 20
37214 Witzenhausen        37217 Witzenhausen

 

Projekt „Kochen, Kegeln, Kennenlernen“

 

 

Das Projekt „Kochen, Kegeln, Kennenlernen“ begann damit, dass Mitglieder des  Sozialkreises zweimal wöchentlich Obst und Gemüse in die Unterkunft der Flüchtlinge brachten. Nachbarn berichteten allerdings, dass ein sehr großer Teil in der grünen Tonne landete.
Auf Nachfragen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass viele der gebrachten Dinge für sie unbekannt waren. Daraus entstand die Idee, ein gemeinsames Kochen zu organisieren. Als Ort bot sich die Küche des städtischen Seniorentreffpunktes an, die gerade erst mit 1/3 der Gesamtsumme aus Spenden des Sozialkreises neu eingerichtet worden war.
Einmal in der Woche treffen sich Flüchtlinge und Mitglieder der organisierten Nachbarschafts- und Seniorenhilfe dort zum gemeinsamen Kochen und Essen. Hierbei lernen alle voneinander. Sie lernen afrikanische Gewürze für einheimische Gerichte zu verwenden, die Eritreer führen sie in die afrikanische Kost  ein. Beim gemeinsamen Essen kommen interessante Gespräche zustande, die deutsche Sprache wird bei den Flüchtlingen von Mal zu Mal besser. Das gemeinsame Kegeln bietet Anknüpfungspunkte bei Spiel und Spaß, besonders für die jungen Männer unter den Flüchtlingen.
Der städtische Seniorentreffpunkt bietet einen Platz, an dem sich alle ohne Schwellenangst begegnen können, egal ob jung oder alt. Jeder Bewohner aus BSA ist eingeladen mitzumachen, ebenso wie alle Flüchtlinge, die in BSA wohnen. Aus diesen Treffen ergeben sich weitere Möglichkeiten zu helfen: Begleitung bei Arztbesuchen, persönliche Einladungen, Wünsche nach einem Fahrrad, Kinderwagen oder anderem erfüllen.
Zurzeit kommen 12 bis 15 geflüchtete Menschen regelmäßig zu den Treffen, darunter zwei Mütter mit ihren Kindern, und das obwohl der 45-minütige Weg besonders bei Regen und Kälte doch sehr beschwerlich ist. Eine der nächsten Vorhaben ist es, für Mütter und Kinder einen Fahrdienst einzurichten.

Ansprechpartner

Sozialkreis BSA e.V.
Frau Helga Finger
Am Kirschenrain 1
37242 Bad Sooden-Allendorf

 

Integration und Willkommenskultur in Meißner-Abterode

 

 

Frau Seifert setzt sich in außergewöhnlicher Art und Weise für die Integration und Willkommenskultur der seit dem 01.09.2015 in der neuen Gemeinschaftsunterkunft in Meißner-Abterode untergebrachten Flüchtlinge ein. Dabei ist Frau Seifert täglich mindestens eine Stunde in der Unterkunft und hat u. a. bereits folgende Projekte angestoßen bzw. durchgeführt:

- Organisation und Durchführung eines Willkommensessens bei der Ankunft der
  Flüchtlinge. Dadurch wurde den neu angekommenen Menschen die Angst vor
  der neuen Bleibe genommen und eine Willkommenskultur aufgebaut.
- Organisation und Durchführung der Renovierung des Gemeinschaftsraumes in
  der Unterkunft zusammen mit den Flüchtlingen (Tapezier- und Malerarbeiten),
  um ein freundlicheres Ambiente für die zugewanderten Menschen zu schaffen.
- Organisation und Durchführung von zusätzlichen Sprachkursen (neben der VHS)
  direkt im Gemeinschaftsraum der Einrichtung. Dazu wurde eine Schultafel be-
  schafft und fast täglich werden Sprachübungen mit einer Vielzahl der Bewohner
  durchgeführt.
- Gemeinsame Spaziergänge und Fahrten durch die Gemeinde, um den neuen
  Flüchtlingen ihre neue Umgebung vorzustellen.
- Ausflüge zum Meinhardsee, zur Tannenburg und auf den Hohen Meißner
- Pflücken von Äpfeln und Weiterverarbeitung zu Apfelsaft mit den Flüchtlingen.
- Organisation von gezielten Spenden für die Flüchtlinge.

Frau Seifert hat in den ersten Wochen ein sehr herzliches und familiäres Verhältnis zu den Bewohnern aufgebaut und sich auch der individuellen persönlichen Probleme der Menschen angenommen und nach Lösungen gesucht.
Bei allen Tätigkeiten wurde Frau Seifert insbesondere von Frau Sonja Liese und Frau Cathrin Wagner aus Meißner-Weidenhausen und Frau Kathrin Bernhardt aus Meißner-Vockerode unterstützt.

Ansprechpartner

Frau Michaela Seifert
Gut Weidenhausen 1
37290 Meißner     

      

FamilienZentrum Bad Sooden-Allendorf e.V. mit ihren Projekten zur Integration von zugewanderten Menschen

 

Das FamilienZentrum BSA hat sich seit 2014 in Zusammenarbeit mit der Ev. Gemeinde in Sooden, des Sozialkreises BSA, ehrenamtlichen Bürgern, weiteren Interessierten und Engagierten der Aufgabe angenommen, die Migration von Menschen und deren gute Integration zu unterstützen. Es wurde der Arbeitskreis „Asyl“ gegründet. Herr Pfarrer Bormuth hat mit dem FAZ die Leitung des Arbeitskreises übernommen.
Hier können die Fäden der Angebote in Bad Sooden-Allendorf bzw. die Bedürfnisse der Neubürger zusammenlaufen. Der AK trifft sich regelmäßig zum Austausch und Beratung. Angebote von Vereinen, Institutionen und weiteren Interessierten werden hier kommuniziert und möglichst aufeinander abgestimmt und gemeinsame Aktivitäten, z. B. ein gemeinsames Fest der Kulturen, geplant und durchgeführt.
Die zugewanderten Menschen werden eingeladen, mitunter auch von ihrer Unterkunft abgeholt und begleitet, um an den bestehenden Angeboten, nachfolgend anhand von Beispielen, teilnehmen zu können:
Das Mütterfrühstück: ist ein geschützter Raum für Mütter, zum Teil alleinerziehend oder auch aus Risikofamilien kommend, um sich auszutauschen, beraten und gegenseitig Hilfe zu geben. Dieser offene Treffpunkt wird von Ehrenamtlichen geleitet und dient der Kontaktaufnahme und -pflege.
Café MUKU: (multikulturelles Café) ist offen für alle: zugewanderte Menschen, interessierte Neu- und Altbürger der Stadt Bad Sooden-Allendorf. Es wird von Integrationslotsen geführt und begleitet. Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, sich auszutauschen, Fragen zu stellen, neue Kontakte zu knüpfen und eine entspannte Zeit im geschützten Rahmen zu verbringen. Der Umgang mit der neuen Sprache wird praktiziert - jede/r wird angenommen und kann sich ausprobieren.
Baby u. Kleinkindgruppen: Mütter und/oder Väter mit kleinen Kindern sind eingeladen, an diesem Treffen teilzunehmen. Kontakte können geknüpft und Freundschaften geschlossen werden.
Küche International seit 2002: Alteinheimische, Menschen aus dem osteuropäischem Raum, China, Frankreich, Argentinien, neuerdings auch geflüchtete Menschen, begegnen sich hier einmal im Monat, um in gemütlicher Runde internationale Gerichte und Rezepte auszutauschen. Ein Gericht wird zu Hause vorbereitet, gekocht und später im FAZ gemeinsam probiert, verspeist und die Rezepte ausgetauscht.
Repaircafé: Seit Ende 2014 haben sich 8 - 10 Männer und Frauen zusammengefunden, die sich einmal monatlich treffen, um sich gegenseitig Hilfe bei der Reparatur von Gegenständen zu geben. Zugewanderte Menschen nutzen dieses Treffen sehr gerne, um Kontakte zu knüpfen, Gegenstände, z. B. Ihr Fahrrad, gemeinsam mit Alteinheimischen zu reparieren.

Ansprechpartner

FamilienZentrum BSA e.V.
Weberstraße 48
37242 Bad Sooden-Allendorf