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Vielfalt der Familien erfolgreich in den Alltag einer Kindertagesstätte integrieren

Seminartag der Fachschule für Sozialwesen der Beruflichen Schulen Witzenhausen und dem Projekt „Kita Einstieg- Brücken bauen in frühe Bildung“ des Werra-Meißner-Kreises

Eine Kulturdolmetscherin des Projektes „Kita Einstieg“ begeistert die angehenden Erzieherinnen mit ihrer Sprache und Kultur.

Eine Kulturdolmetscherin des Projektes „Kita Einstieg- Brücken bauen in frühe Bildung“ überraschte die Studierenden der Beruflichen Schulen Witzenhausen, in dem sie ein Bilderbuch in persischer Sprache vorlas. Dadurch wurde sehr deutlich, wie es sich für ein Kind in der Kindertagesstätte anfühlt, das die deutsche Sprache noch nicht versteht. Die Studierenden befinden sich im letzten Jahr der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin, dem sogenannten Berufspraktikum. Gemeinsam mit der Lehrkraft Sabine Malkomes waren sie zu Gast in der Ev. Familienbildungsstätte Werra-Meissner, Kooperationspartner im Projekt „Kita Einstieg-Brücken bauen in frühe Bildung“. Hier erwarten sie Lisa Eyser, FBS, Julia Fröhlich, Koordinatorin des Projektes und Sabine Blum, pädagogische Fachkraft im Projekt und Leiterin der städtischen Kita „Haus der kleinen Freunde“, Witzenhausen.

„Den Blick auf die Familien richten, die mehr oder andere Unterstützung brauchen. Mit diesem Wunsch sind die Berufspraktikanten zu uns zugekommen“, sagt Julia Fröhlich.

Täglich werden die pädagogischen Fachkräfte in ihrem beruflichen Alltag einer Kindertagesstätte mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Viele Familien benötigen besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung, weil sie vielleicht unsere Sprache noch nicht verstehen, die kulturellen Unterschiede zu Missverständnissen führen oder der Alltag aus unterschiedlichen Gründen schwer zu bewältigen ist.

Alle Menschen mit ihrer Persönlichkeit zu sehen, Entwicklung zu fördern, den organisatorischen Alltag und die Arbeit in einem Team zu meistern, stellen die pädagogischen Fachkräfte täglich vor neue Herausforderungen. Dies spüren auch die Teilnehmerinnen des Seminartages und richten den Blick auf Situationen, die besonders viel Aufmerksamkeit benötigen. Dass ein Kind beispielsweise während des Mittagsschlafes nicht in seinem Bett liegen bleiben möchte, kann verschiedene Ursachen haben. Nicht immer ist von einem Trotzverhalten auszugehen. Unterschiedliche Schlafgewohnheiten in verschiedenen Kulturen können die Ursache sein. Es ist denkbar, dass dieses Kind zu Hause im Familienbett schläft und das Liegen in einem einzelnen Bett ihm Angst bereitet. Hier bedarf es Einfühlsamkeit solche Situationen wahrzunehmen. Eine Beratung im Team, wie man die Bedürfnisse des einzelnen Kindes im Alltag der Kindertagesstätte berücksichtigen kann ist notwendig und muss im guten Kontakt mit den Eltern kommuniziert werden.

Konflikte entstehen da, wo zu lange gewartet wird, anstehende Themen im Team oder mit den Eltern zu besprechen, so lautet das Fazit der Studierenden. Für ihren beruflichen Alltag haben sie in diesem Seminar viele Möglichkeiten kennengelernt, den unterschiedlichen Familien zu begegnen und die Vielfalt als Herausforderung und große Chance sehen und nutzen zu können.
Der Seminartag war ein erster Schritt für eine weitere und intensivere Zusammenarbeit der Fachschule für Sozialwesen der Beruflichen Schulen und dem Projekt „Kita Einstieg- Brücken bauen in frühe Bildung“


Hintergrund:

Das Projekt „Kita Einstieg- Brücken bauen in frühe Bildung“ ist ein Bundesprogramm und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Gute Kinderbetreuung ermöglicht gleiche Startbedingungen für alle Kinder. Aus diesem Grund unterstützt das Projekt bei Bedarf Familien auf dem Weg ihre Kinder in einer Krippe, Kindertagesstätte oder bei der Kindertagespflege anzumelden. Ebenfalls ist eine Begleitung zu ersten Terminen möglich. Neben den Familien bietet das Projekt auch den pädagogischen Fachkräften der frühkindlichen Bildungseinrichtungen Unterstützung an. Bei Bedarf können Eltern und pädagogische Fachkräfte einen Kulturdolmetscher des Projekts anfragen, Elterngespräche, Feste oder Elternabende kostenfrei zu begleiten, um die Sprache zu dolmetschen oder Fragen zu kulturelle Unterschieden zu besprechen. Auch die Teilnahme an Teamsitzungen zum Informationsaustausch ist möglich.

Weitere Informationen oder Anfragen zum Projekt: Koordinatorin Frau Julia Fröhlich Tel.: 05651 302-1443, Mail: julia.froehlich@werra-meissner-kreis.de

Bei Interesse an einer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin sind die Beruflichen Schulen des Werra-Meißner-Kreises unter der Rufnummer 05542 93670 Ansprechpartner. Im Februar können noch Bewerber in die Fachschule aufgenommen werden.

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