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Neue Integrationslotsen für den Werra-Meißner-Kreis gesucht

Ramiz Arifi (vorne, Mitte) und die Integrationslotsen aus dem Werra-Meißner-Kreis.

Der Werra-Meißner-Kreis in Kooperation mit der Werkstatt für junge Menschen e.V. sucht engagierte Menschen, die bereit sind, Menschen mit Migrationshintergrund beim Start in die neue Umgebung zu begleiten, ihnen Unterstützung und Hilfe im Alltag anzubieten. Sie wirken als Mittler zwischen den Kulturen und als Brückenbauer und ergänzen damit bestehende Angebote vor Ort auf eine effiziente und individuelle Weise.

Die zukünftigen Lotsen sollten die Bereitschaft für eine freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit mitbringen, etwas Zeit sowie Freude am Umgang mit Menschen haben und verständnisvoll sowie tolerant sein.

Die Lotsen können auf vielfältige Art und Weise tätig werden: Zum Beispiel beim Bereitstellen von Informationen und Vermitteln von Kontakten zu Vereinen, beim Thema Nahverkehr, Begleitung zu Schule und Kindergarten, sie können Hilfestellungen und Orientierung leisten im Dickicht des Sozialsystems, Ausländerrechts u.v.m. Sie können Kontakte zu Einheimischen vermitteln, praktische Einblicke zum Beispiel in Bräuche im ländlichen Raum geben sowie gesellschaftlichen Normen und Grundlagen der verfassungsrechtlichen Ordnung der Bundesrepublik Deutschland näher bringen.

Was ein Lotse im Einzelnen konkret macht, hängt natürlich sowohl von ihrer/ seiner Persönlichkeit und Qualifikation ab als auch von den Erfordernissen der jeweiligen Situation bzw. Bedürfnissen und Interessen der bzw. des Begleiteten.

Für das Engagement als Integrationslotsin/-lotse gibt es praktisch keine formalen Hürden wie Alter, Bildungsabschluss, Geschlecht, oder Herkunft. Neben der Freude am Umgang mit Menschen sollten die Lotsen die deutsche Sprache angemessen beherrschen. Für den Einsatz wird ein Festbetrag in Höhe von 5 Euro pro Stunde gezahlt.

Die nächste Grundqualifizierung, die mit einem Zertifikat abgeschlossen wird, findet im Herbst dieses Jahres statt. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, an interessanten Erweiterungs-Qualifizierungen teilzunehmen.

Die Integrationslotsen werden gefördert vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration im Rahmen des WIR-Programms, im Werra-Meißner-Kreis gibt es sie seit 2011. Momentan werden auf der Liste 16 Lotsen, die insgesamt Sprachen 19 verschiedene Sprachen beherrschen, geführt. Bislang wurden über 40 Integrationslotsen ausgebildet und zertifiziert.

Migrationshintergrund ist keine notwendige Voraussetzung, Mehrsprachigkeit aber von Vorteil. Insbesondere die Sprachen der neuzugewanderten Geflüchteten sind momentan im Team der Lotsen noch unterrepräsentiert. Viele Institutionen stehen in ihrer Beratungsarbeit wegen sprachlicher Barrieren vor großen Herausforderungen und können den Menschen deshalb manchmal leider nicht immer adäquate Hilfestellungen leisten.

In den kommenden Wochen wird es kreisweit einige Treffen geben, bei denen Interessierte zusammenkommen und sich informieren können. Der Termin für den Raum Eschwege steht bereits fest: Am Dienstag, 28. Mai, um 18.30 Uhr sind alle Interessierten in die Begegnungsstätte Diversity/ Vielfalt am Hospitalplatz 1-3 in Eschwege eingeladen.

Weitere Termine vor Ort sowie weitere Informationen können erfragt werden bei dem Koordinator der Lotsen, Ramiz Arifi, unter 05651 71751 oder 0170 95 35 819 bzw. per Email: ramiz.arifi@werkstatt-eschwege.de oder bei Julia Kapinus, WIR-Koordinatorin des Werra-Meißner-Kreises, 05651 302-30308, julia.kapinus@werra-meissner-kreis.de .

Weitere Informationen, unter anderem auch die aktuelle Liste sowie Flyer in verschiedenen Sprachen, sind zu finden im Integrationsnetz: https://www.integrationsnetz-wmk.de/vielfalt-im-wmk/integrationslotsen/

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